"Jedes Kraut hat besondere Fähigkeiten"

Rundgang zum Kräutersammeln mitder Expertn

 

Nicht nur, dass Giersch auch Geißfuß heißt und Rotklee eine "Hormonplfanze" it, lernten die 12 Mitarbeiterinnen der Diakoniestation Idstein und Niedernhausen, de am Rundgang mit NABU-Experin Bianca Guckes zum Kräutersammlen an der Reichebacher Feldscheune teilnahmen. Wetterbedingt konnte man zwar nicht direkt in die Wiesen, aber rund um den Lai-Felsen war schon einiges zu finden, und den Rest brachteFrau Guckes aus ihrem Nutzgarten: "Was da alles unter den Büschen wächst: zwischen den Himbeeren finde ch Giersch, zwischen den Johannisbeeren die Schafgarbe".

Unterwegs wurden Pflanzen wie Holunder, Brennnesse und Spitzwegerich bestimmt und viele Verwendungsmöglichkeiten aufgezeigt: So lässt sich etwa mt Brennnessel ein wunderbarer Spinat herstellen, Holunderblüten eignen sih hervorragend zur Herstellung von Tee, während sich die Beeren zu leckerer Marmelade oder Saft verarbeiten lassen. Spitzwegerich ist ein probates Mittel gegen Bremsenstiche, aus Giersch lässt sich Salat zubereiten. Rotklee ist der Liebling der Fraue, denn er lindert Menstruationsprobleme und Wechseljahrbeschwerden, lässt sich aber auch zu Blütenbutter verarbeiten.

Ein Probe von jedem Kraut stellt man anschließend sorgsa mit Beschriftung auf einer Tafel zusammen, und dabei zeigt sich eine erstaunliche Vielfalt: Kamille und Schafgarbe, Linden- und Birnenblüten, Weißdorn und Sauerampfer, Johanniskraut ... "Jedes Kraut hat besondere Fähigkeitehn, und wenn man erkennen kann, was es ist, muss man sich nicht mehr sorgen, zu viel Überflüssiges im Garten zu haben", erläutert Frau Guckes lächelnd.

Um das Gelernte gleich in die Praxs umzusetzen, wird gemeinsam ein leckerer Smoothie mit Schlangenknöterich, Apfel- und Bananensaft ohne zusätzlichen Zuckerzusatz zubereitet und verkostet. Dazu gibt es herrlich frisches Brot und selbst angerührten Kräuterquark: mit Spitzwegerich, Sauerampfer, Pimpinelle, Giersch und Schafgarbe wird er zum wahren Geschmackserlebnis und ist obendrein sehr gesund - die Teilnehmerinne sind begeistert. Und Frau Guckes hat gleich noch einen Buchtipp als Einsteigerlektüre mitgebracht: "Nutzbare Wildpflanzen: gesund und schmackhaft" von GiselaTubes wird herumgereicht. Wer sich noch nicht richtig auskennt, findet darin viele Fotos und noch mehr Tipps für angehende Kräuterhexen.

Der Ausflug ist Teil eines umfassenden Betriebssportprojekts von Oktober 2015 bis September 2016 mit Sportangeboten und Vorträgen unterschiedlichster Art, dern Organisation Elvi Ziemer wahrnimmt. Aroha, progressive Muskelentspannung, "Top und Fit" (Zirkeltraining, Redondo, Teraband u.ä.) und Nordic Walking sind die vier Sporteinheiten, die über jeweils 6 Wochen im Wechsel mit Vorträgen zu Themen wie Ernährungsberatung, Tibetisches Yoga, Diaten oder Hautschutz stattfinden. Alle Angebote dienen der Gesundheitsförderung und der Bewusstseinstärkung: alle sind für die Diakonie-Mitarbeiter kostenlos. Die Vorträge finden während der Arbeitszeit statt, die Sporteinheiten in der Freizeit, und alle sind sich einig: "Das ist ein Superprojekt!"

 

 

 

März 2015

Gymnastik-Gruppe untestützt die Diakonie

 

Bereits seit 8 Jahren sammeln die beiden Gymnastikgruppen der TG Niedernhausen mit Ihrer Übungsleiterin Ingrid Zahnow an der Weihnachtsfeier eine Summe, die als Spende für die Diakonie deren Arbeit für ältere und gebrechliche Menschen unterstützen soll. Frauen, die nicht nur mit ihren sportlichen Aktivitäten in den beiden Gymnastikgruppen für sich selbst etwas Gutes tun, sondern auch ihrem Spendenbeitrag zur Hilfe und Betreuung älterer Menschen beitragen.

In diesem Jahr, so erläuterte Roswitha Behnis bei der Übergabe des Geldbetrage, wird die Summe von 300 Euro für gesundheitsfördernde Präventionsmaßnahmen verwendet. Mit Spielen für das Gedächtnistraining, Terrabändern oder Hanteln zur Unterstützung körperlicher Bewegung sowie für neue Angebote der Prävention sollen Körper und Geist bis

 

 

 

28. November 2014

Folgender Artikel erschien im Niedernhausener Anzeiger am 28. November 2014:

 

Wie gut, dass es die Diakoniestation gibt

Eine häufige Aussage von Patienten, die die Diakoniestation in Niedernhausen betreut. Seit etwa 50 Jahren in Niedernhausen im Dienst der ambulanten Pflege tätig, betreut die Diakoniestation mit ihren 25 Mitarbeiterinnen derzeit etwa 100 Patienten in Pflege, Begleitung und Beratung.

Ein Grund auch, dass Bürgermeister Joachim Reimann sich bei einem Besuch der Station über Details der ambulanten Pflege der Diakonie informiert hat. Schwester Roswitha Behnis, die die Station leitet, begrüßte den Bürgermeister und stellte die Aufgaben der Grundpflege, der Behandlungspflege, wie Injektionen oder Wundtherapie, des Teams vor. Rund um die Uhr sind Mitarbeiter/innen in den Einsatzgebieten der Ortsteile von Niedernhausen, aber auch von Niederjosbach und Naurod für Patienten und in Notfällen erreichbar. Ein engagierter Vorstand, so freut sich Roswitha Behnis, der Diakonieförderverein und viele ehrenamtliche Helfer und Helferinnen ergänzen und unterstützen die Arbeit des DiakonieTeams. So durch Fort-und Weiterbildungen der Mitarbeiter, die das hohe Qualitätsniveau sichern helfen. So konnten die Pflegeleistungen der Station mit der Note 1,0 eine hervorragende Bewertung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen erhalten. Das ermutige, sagt Roswitha Behnis weiter, das Team natürlich sehr, tagtäglich sich den Herausforderungen und Notwendigkeiten pflegebedürftiger Menschen und ihrer Angehörigen zu stellen. Die Rückmeldung aus dem Kreis der Patienten sei durchweg positiv, freute sie sich. „Was für ein freundliches Team“, oder „ich fühle mich gut beraten“ höre man häufig, meinte sie nicht ohne Stolz.

Die Beratung für pflegende Angehörige in häuslichen Schulungen, Pflegekurse über Gesundheit und Vorsorge werden angeboten und runden das Thema der häuslichen Pflege ab. Zusätzlich habe die Station Firmen und Betriebe gezielt angesprochen, damit diese in ihren Räumen Kurse unterstützen, die die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf zum Inhalt haben. So ist geplant, einen gemeinsamen Gesundheits- und Pflegekurs  in der Gemeindeverwaltung durchzuführen.

Bürgermeister Joachim Reimann äußerte sich sehr zufrieden mit den Diensten, die im Pflege- und Sozialbereich in Niedernhausen für die Patienten  da sind und erwähnte, dass auch die Gemeinde da unterstützen will, wo sie kann. So zum Beispiel in der neuen Parkordnung für den mobilen Sozialdienst, der auch dort  kurzzeitig parken kann, wo es eigentlich nicht erlaubt ist. Details zu Palliativbetreuung, zur Ernährungsberatung und zur Kooperation mit den anderen Sozialstationen, zur Arbeitsbelastung oder zur Finanzierung der Pflegedienste waren weitere Themen rund um die ambulante Pflege, die den Bürgermeister interessierten. Ruth John und Susanne Schaller konnten einige Beispiele aus ihrer täglichen Arbeit nennen, die die Bedeutung und den Wert der häuslichen Pflege unterstrichen. Walter Tide, Vorstand der Diakonie und Christel Böhnert vom Förderverein erläuterten, in welcher Weise sie die Arbeit der Diakoniestation tragen und unterstützen.

Eberhard Heyne

 

Besuch von Bürgermeister Joachim Reimann in der Diakoniestation der evangelischen Kirche in Niedernhausen

vlnr.: Christel Böhnert, Susanne Schaller, Roswitha Behnis, Ruth John, Bürgermeister Joachim Reimann und Walter Tide

 

November 2014

Die Diakoniestation Niedernhausen gibt immer wieder auch Berufseinsteigern die Möglichkeit, erste Praxiserfahrungen zu  machen.

 

Hier ein kurzer Erfahrungsbericht unseres Praktikanten Sascha Buderus:

Ich habe als Maler und Lackierer den Gesellenbrief erhalten, dieser Beruf hat mir auch sehr viel Spaß gemacht. Da ich aber in dem Betrieb nur in der Sommersaison arbeiten konnte, orientierte ich mich beruflich um.

Eine Bekannte, die Altenpflegerin ist und in diesem Beruf mit viel Freude arbeitet, hat mir viel Positives erzählt. Das hat mich neugierig gemacht und so habe ich ein Praktikum im Altenpflegeheim absolviert und mehrere Zeit als Pflegeassistent gearbeitet. Ich merkte, dass es mir viel Freude bereitet, mit Menschen umzugehen und diese zu pflegen. So habe ich entschieden, mich in der Altenpflege weiterzubilden und strebe jetzt die 3-jährige Ausbildung an, die ich dann mit einem Examen abschließen werde.

 

 

 

 

 

17. Juni 2014

 

 

 

 

3. September 2013

 

Folgender Artikel erschien am 3. September 2013 m Wiesbadener Kurier:

Symposium zum Thema Pflege in Niedernhausen

(cw). „Es ist das erste Mal, dass alle Bundestags- und Landtagskandidaten zusammen an einem Ort sind“, eröffnete Dekan Oliver Albrecht das Diakoniesymposium „An die Pflege denken“ in Niedernhausen. Geladen waren auch Angehörige, Vorsitzende der Kirchenvorstände und Mitarbeitende der kirchlichen Pflegedienste des Rheingau-Taunus-Kreises.

Kultur des Helfens

Der Vorstandsvorsitzende des Diakonischen Werkes in Hessen und Nassau, Dr. Wolfgang Gern, berichtete, dass 75 Prozent der Pflegebedürftigen in Hessen zu Hause gepflegt würden. Das Land habe mit 24 Prozent die niedrigste Heimquote in Deutschland. Menschen sollten von der Pflege leben können, mahnte er. Schon heute versuche die Diakonie sich gegen die Minutenpflege zu verwehren, in dem sie Zeit für Gespräche, Zuwendung, Seelsorge und Gebet aus den Fonds der Kirchensteuermittel nehme. Vor allem aber brauche man eine „neue Kultur des Helfens“.

Elke Müller, Pflegefachkraft in der Diakoniestation in Idstein, erzählte vom Alltag in der Pflege und dass sie sich manchmal einfach mehr Zeit wünsche, damit mehr Hilfe zur Selbsthilfe gelebt werden könne. Roswitha Behnis, Leiterin der Diakoniestation Niedernhausen, berichtete von einem Projekt, bei dem die Diakoniestation in die Betriebe gehe und Mitarbeitenden dort Beratung und Tipps zum Thema Pflege gebe. Anschließend lud sie die Politiker ein, einmal einen halben Tag mit einer Diakonieschwester mitzufahren. Da könne man den Alltag am besten miterleben. Spontan sagten Klaus-Peter Willsch (CDU) und Alexander Müller (FDP) zu, dies vor dem 22. September zu tun. Die Reaktionen und Ideen der Politiker waren unterschiedlich. „Sie haben mich für dieses Thema sensibilisiert“, sagte Cornelius Dehm (Grüne). Martin Rabanus von der SPD, der sich an seine Zeit als Zivildienstleistender erinnerte, warb dafür „endlich den Überschriften Taten folgen zu lassen.“ Benno Pörtner (Die Linken), der Pflege aus dem persönlichen und beruflichen Umfeld kennt, warb für einen Kulturwandel im Land. Das politische Ideenspektrum war breit: Elternzeit für pflegende Angehörige, Erhöhung des Beitrages der Pflegeversicherung um 0,5 Prozent, mehr Prävention, Erhöhung der Spitzensteuersätze bis hin zu einer Bürgerversicherung waren einige Vorschläge. Andere aber warnten davor, zu naiv an das Thema heranzugehen und betonten, dass alles finanzierbar bleiben müsse.

Beeindruckend war die Darstellung von Herrn Bastian, der erzählte, wie er erst alleine, später mithilfe der Diakoniestation Idstein und dann im Heim seine Frau insgesamt zwölf Jahre gepflegt habe.

„Wenn wir die ehrenamtliche Familienpflege nicht hätten, wäre es schlimm“, hieß es aus der Politikerrunde. Dann sei das gesamte „System Pflege“ nicht mehr zu stemmen. Deshalb brauchten die Angehörigen mehr Unterstützung, waren sich alle einig.

 

Marianne Schäfer macht sich auf den Weg zu ihrer Tour zu ihren pflegebedürftigen Klienten.
	Archivfoto: wita/Udo Mallmann

Marianne Schäfer macht sich auf den Weg zu ihrer Tour zu ihren pflegebedürftigen Klienten.
Archivfoto: wita/Udo Mallmann

 

 

02. September 2013

Die Diakoniestation Niedernhausen beschäftigt sich ebenfalls intensiv mit dem Thema "Sucht im Alter". Hierzu findet sich folgender Artikel im Online-Portal des Darmstädter Echo vom 31. August 2013:

 

Pflegekonferenz beschäftigt sich mit versteckter Abhängigkeit im Alter

Senioren – Zu viele Medikamente, unerkannte Sucht: Das sind Themen in Nieder-Ramstadt

Mehr als 30 Vertreter aus Altenpflege, Verbänden, Kirche und Kommunen haben an der Pflegekonferenz des Landkreises für Mühltal, Modautal und Ober-Ramstadt in der Nieder-Ramstädter Diakonie teilgenommen. Ein Schwerpunkt war das Thema Sucht im Alter.

NIEDER-RAMSTADT.

Nach dem Motto „Was der Arzt verschreibt, ist gut für mich“ finden sich bei vielen älteren Menschen jede Menge Tabletten in den Medikamentendöschen – nicht selten von unterschiedlichen Ärzten wie Hausarzt oder Neurologe verschrieben. Ein neuer Arzneimittelreport einer Krankenkasse belegt, dass ältere Menschen zu viele Medikamente gleichzeitig bekommen. Im Schnitt nähmen Senioren ab 66 Jahre sieben Wirkstoffe ein. „Es sollten aber nicht mehr als fünf sein“, sagt Roswitha Behnis.

Die Pflegedienstleiterin der Diakoniestation Niedernhausen im Taunus hat sich mit dem Thema „Sucht im Alter“ befasst. Ulrich Rauch, Leiter des Bereich Senioren/Beratung und Pflege beim Landkreis, hatte das Thema zur Aktionswoche Alkohol der Hessischen Landesstelle für Suchthilfe aufgegriffen und konnte die Spezialistin für einen Vortrag bei der Pflegekonferenz für Mühltal, Modautal und Ober-Ramstadt gewinnen.

34 Vertreter aus Altenhilfe, Verbänden, Kirche und Kommunen trafen sich unter der Leitung des Seniorenbeauftragten Robert Middel in der Nieder-Ramstädter Diakonie. Das Anliegen von Roswitha Behnis ist vor allem, „Altenhilfe und Suchthilfe zu vernetzen“, damit sich beide Einrichtungen „gegenseitig unterstützen“.

Ärzte und Apotheker sensibilisieren

Als Beispiel stellte Erwin Maul, Suchtkrankenhelfer beim Diakonischen Werk, ein Projekt vor: Ab 16. September bietet Maul im Mehr-Generationen-Haus in Groß-Zimmern einen Gesprächskreis unter dem Titel „Leben – Alter – Sinn“ und Vorträge über Sucht und Abhängigkeit an.

In der Petri-Villa in Ober-Ramstadt wird es außerdem am 12. November den Vortrag „Sucht im Alter“ geben. Für das Thema müssten nicht nur Pflegende, sondern auch Ärzte und Apotheken sensibilisiert werden, da waren sich die Teilnehmer der Pflegekonferenz einig.

Unter den Medikamenten älterer Menschen steige der Anteil an Psychopharmaka. Der Mix aus Wirkstoffen führe nicht selten zur Abhängigkeit. Roswitha Behnis wies darauf hin, dass die Wirkung von Medikamenten bei Älteren eine andere sei als bei jungen und daher die Dosierung reduziert werden müsse. Wechselwirkungen von Medikamenten könnten in der Apotheke überprüft werden.

Auch auf die Problematik von Alkoholsucht im Alter wies die Fachfrau hin. „Alkoholprobleme älterer Menschen werden oft übersehen“. Nur bei 37 Prozent der Betroffenen werde eine Alkoholsucht überhaupt diagnostiziert. Besonders problematisch sei die Wechselwirkung von Alkohol mit Medikamenten. Auch baue sich Alkohol bei alten Menschen langsamer ab. „Was früher unbedenklich war, kann im Alter problematisch werden“, so Behnis. Finanzielle Probleme, Verwahrlosung und Ausgrenzung sowie Unkonzentriertheit oder Störung des Tag-Nacht-Rhythmus könnten Folgen von Alkoholsucht sein.

Mehr Therapieangebote und Beratung

Mehr Therapie- und Beratungsangebote im Altenhilfesystem forderte Behnis. Neben der Qualifizierung von Mitarbeitenden in der Altenpflege müssten auch pflegende Angehörige geschult werden. Jeder müsse sich frühzeitig darum kümmern, „gesund alt zu werden“, etwa durch positives Denken, Bewegung und gesunde Ernährung, denn „Älterwerden will gelernt sein“, so Roswitha Behnis.

 

30. Juli 2013

Ökumenischer Gemeindebrief 2013

Mitglieder der katholischen und der evangelischen Kirchengemeinden in Níedernhausen eint die Überzeugung, dass der christliche Glaube durch ein ganzes Leben mit all seinen Höhen und Tiefen trägt. Besonders auf Ermutigung und Fürsorge angewiesen ist der Mensch jedoch am Anfang und gegen Ende seines Lebens oder wenn er schwer erkrankt ist. 

Kinder, die mit 3 Jahren zum ersten Mal aus der ganz engen Bindung zu Mutter oder Vater heraustreten und sich im Kindergarten plötzlich in einer neuen,  verwirrenden Welt zurechtfinden müssen, werden,  je nach dem Gelingen dieses Übergangs, für ihren weiteren Lebensweg geprägt. Treffen sie auf liebevolle zugewandte Erzieherinnen stehen die Chancen gut, dass sie aufgeschlossen und selbstbewusst in die Welt gehen.

Kranke und pflegebedürftige Menschen sowie ihre Angehörigen finden sich oft sehr unvermittelt, z.B. nach einem Schlaganfall des bisher noch rüstigen Vaters, in einer sehr hilflosen und Angst auslösenden Situation. Hier Rat und handfeste Unterstützung zu erhalten,  gibt wieder neuen Lebensmut und Zuversicht.

Durch eine kluge Arbeitsteilung wurde vor 20 Jahren entschieden, dass sich die katholische Gemeinde um den Kindergarten kümmert und die evangelische Christuskirche sich der älteren Menschen annimmt. Kindergarten und Diakoniestation sind also gemeinsame Kinder beider christlichen Kirchen in Niedernhausen.

Evanglische Familien schätzen den katholischen Kindergarten und evangelische und katholische Pflegefachkräfte der Diakoniestation versorgen kranke und pflegebedürftige Menschen beider Konfessionen. Dies ist nicht nur gelebte Ökumene sondern auch ein starkes Zeichen der Verbundenheit, dass wir uns seit 20 Jahren gegenseitig die Menschen anvertrauen, die am meisten unserer Liebe und Fürsorge bedürfen und dabei in unseren Einrichtungen auch Menschen anderen Glaubens und Herkunft mit einschließen.

 

25. Juli 2013

Gemeinsam stark für die Pflege – Pflegeberatung in den Kirchengemeinden

Der Kirchenchor hat im letzten halben Jahr 2 Mitglieder verloren, Frau Blume und Frau Blatt.
Es ist nicht so, dass die Damen die Freude am Chorgesang verloren haben, beide sind seit vielen Jahren  gewissenhaft bei jeder Probe dabei.

Frau Blume hatte einen Anruf an ihrem Arbeitsplatz, eine besorgte Nachbarin schaute bei Frau Blumes Mutter nach dem Rechten, als morgens um 10:30 Uhr die Rollläden noch nicht hochgezogen waren. Sie fand die alte Dame im Bad liegend. Schlaganfall stellte der herbeigerufene Notarzt fest. Nach Krankenhausbehandlung und Reha ist Frau Blume sen. jetzt in das ehemalige Kinderzimmer des inzwischen erwachsenen Sohnes der Tochter gezogen. Nach der Arbeit und der Versorgung ihrer Mutter ist Frau Blume abends einfach zu müde für den Kirchenchor.

Ähnlich geht es Frau Blatt. Schon seit längerer  Zeit wissen sie und ihr Mann um dessen Diagnose Alzheimer. Bisher konnte Frau Blatt noch einen Teil ihrer Hobbys pflegen, aber bei der letzten Chorprobe im November, begab sich ihr Mann mit Hut, Hausschuhen, Schlafanzug und Aktentasche auf den Weg zur Arbeitsstelle, die ihn schon vor 6 Jahren in den Ruhestand verabschiedet hat.
Die Kinder leben in Berlin und Augsburg und Frau Blatt hätte in der Chorprobe keine ruhige Minute.

Eine Frau Blume,  Frau Blatt und etwas seltener einen Herrn Kaktus gibt es inzwischen in fast jeder Kirchengemeinde. Drei Viertel aller pflegebedürftigen Menschen werden zu Hause von ihren Frauen, Töchtern oder Schwiegertöchtern versorgt und in manchen Fällen auch von ihrem Ehemann.

In einer lebendigen Kirchengemeinde bekommt man das mit, wenn Frau Blume und Frau Blatt im Kirchenchor fehlen. Schwieriger ist es schon, wenn Familien zugezogen sind und sich in die  Dorfgemeinschaft nicht eingebracht haben.

Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft, ob in Kirche, Verein oder Hobbygruppe darf pflegenden Angehörigen nicht  vorenthalten bleiben. Körperlicher und  psychischer Erschöpfung, sowie gesellschaftlicher Isolation können Kirchengemeinden zusammen mit ihrer Diakoniestation etwas entgegensetzen.

In der Diakoniestation Niedernhausen stehen ausgebildete Pflegeberaterinnen den Angehörigen, aber auch der Kirchengemeinde zur Verfügung, wenn es um die Frage geht, wie Pflege qualifiziert geleistet werden kann und Pflegende sich selbst dabei nicht aus dem Blick verlieren.  Hierzu können auch in Ihrer Gemeinde kostenfrei, bzw. finanziert durch die Barmer GEK,  Kurse für pflegende Angehörige und  für Interessierte angeboten werden. Unsere Erfahrung aus mehreren dieser Kurse zeigt, dass sich die Teilnehmerinnen auch lange nach Abschluss der Reihe von 10 Abenden weiter treffen und dabei stützende, sowie stärkende  Beziehungen entstehen.

Neben der individuellen Pflegeberatung, gerade auch für berufstätige pflegende Angehörige, leisten wir auch Hilfestellung und Begleitung beim Aufbau eines Netzes von ehrenamtlichen Betreuungshelfern und Besuchsdienstes. Vorträge und Kursabende zu folgenden Themen können bei uns abgerufen werden:

  • Wie erkenne ich Pflegebedürftigkeit und welche Leistungen der Pflegekassen können in Anspruch genommen werden?
  • Maßnahmen zur Gesundheits- und Sturzprophylaxe
  • Entspannungstechniken / Stressbewältigungsstrategien
  • Wenn Eltern älter werden
  • Im Leben den Tod betrachten
  • Sucht im Alter
  • und viele weitere Pflegethemen und Gesundheitsvorsorge

Diakonie ist die Marke für Fachkompetenz und Wissen in allen Fragen rund um die Pflege und die Fürsorge für Angehörige. Wir möchten Kirchenvorstände ermutigen, sich diesem Thema in ihrer Gemeinde zu öffnen und damit Menschen wieder zurückzuholen, die der Gemeinschaft dringend bedürfen.

 

 

ab 20. März - 05. Juni 2013

Gemeinsam stark für die Pflege
2. Gesundheits- und Pflegekurs der Diakoniestation Niedernhausen für pflegende (berufstätige) Angehörige

Die Kursabende im Gemeindesaal der evangelischen Christuskirche sind vom 20.03. bis 05.06.2013 jeweils mittwochs von 18:00- 19:30Uhr (am 08.05.2013 findet kein Kursabend statt). Die Finanzierung des Kurses erfolgt über die Barmer GEK.
 

„Durch die tollen praktischen Tipps fühle ich mich gestärkt für den Pflegealltag!“ Dies war nur eine der vielen positiven Reaktionen die Pflegedienstleiterin Roswitha Behnis und ihre Kollegin Ruth John von der Diakoniestation  Niedernhausen nach Abschluss des von ihnen geleiteten Pflegekurses für pflegende Angehörige im November letzten Jahres von den 14 Teilnehmerinnen gehört haben.

Der Pflegeberatungskurs im Herbst 2012 war ein toller Erfolg für alle Teilnehmer


Eine Neuauflage dieser gelungenen Veranstaltung bietet Frauen und Männern, die Angehörige pflegen, jetzt wieder die Gelegenheit an 10 Abenden zu erfahren, wie körperlich belastende Tätigkeiten so bewältigt werden können, dass der pflegedürftige Mensch im Rahmen seiner noch vorhandenen Fähigkeiten aktiviert wird, aber auch die Kräfte und der Rücken der Pflegenden möglichst geschont werden. Hilfsmittel werden in ihrer Anwendung demonstriert und erläutert, welche Entlastungsangebote Kranken- und Pflegekassen für pflegende Angehörige bereithalten.


Es geht nicht ausschließlich um die Qualifizierung der Pflegetechniken sondern auch um das Wohlbefinden und die körperliche und seelische Gesunderhaltung pflegender Angehöriger, die nicht selten noch im Beruf stehen. Entspannungs- und Körperübungen sind festes Element der Kursabende. Nicht zu unterschätzen ist auch die nette Gemeinschaft der Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer, die ähnliche Erfahrungen  teilen und sich gegenseitig oft hilfreiche Hinweise geben können. Aus dem ersten Pflegekurs ist ein regelmäßiger Gesprächskreis entstanden.


Ist Ihr Interesse geweckt, so zögern Sie nicht, sich von Mo- Fr. 8.00-13:00 Uhr unter der Telefonnummer der Diakoniestation Niedernhausen 06127/2685 anzumelden.

 

 

ab 05. Oktober 2012

Pflege- und Gesundheitskurs

 

Gut und kompetent pflegen, aber sich selbst dabei nicht aus dem Blick verlieren

 

ist das Lernziel in Kursen für pflegende Angehörige und alle an dem Thema Interessierte, die die Diakoniestation Niedernhausen im Oktober und November 2012 durchführen wird.

In 10 Kurseinheiten stehen Themen wie Körperpflege, Ernährung, Schmerzen und Medikamente sowie vorbeugende Maßnahmen zur Erhaltung noch vorhandener Fähigkeiten beim pflegebedürftigen Menschen. Informiert wird weiterhin über die von den Kranken- und Pflegekassen finanzierten Leistungen zur Entlastung pflegender Angehöriger sowie über Möglichkeiten, im Alltag trotz körperlicher und seelischer Belastung, etwas für die Förderung der eigenen Gesundheit zu tun.

Termine:

Freitags:     05.10. ; 12.10.; 19.10.; 26.10.; 02.11. 2012                18.00 - 20.00 Uhr

Samstags:   06.10.; 13.10.; 20.10.; 27.10.; 03.11.2012                 10.00- 12.00 Uhr

 

Die Teilnahme ist kostenlos und unverbindlich!

Der Kurs wird durch die Barmer GEK finanziert.

Melden Sie sich bitte so bald wie möglich an. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

 

Diakoniestation Niedernhausen

Fritz-Gontermann-Str. 2

65527 Niedernhausen

Tel: 06127-2685

Email: info *at * diakoniestation-niedernhausen.de

 

 

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10. Juli 2012

MDK- Überprüfung der Diakoniestation Niedernhausen

 

Die Qualität der Diakoniestation Niedernhausen ist nicht zu toppen! Dieser Meinung war der medizinische Dienst der Krankenkassen (MdK), der nach eingehender Überprüfung die Leistungen des ambulanten Pflegedienstes in allen Teilbereichen und in der Gesamtbeurteilung mit der glatten Note 1,0 bewertet.

Dieses Ergebnis ist eine starke Ermutigung für das Team um Pflegedienstleiterin Roswitha Behnis, sich täglich neu den Herausforderungen einer an den Bedürfnissen pflegebedürftiger Menschen und ihrer Angehörigen orientierten Pflege zu stellen.

 

Ergänzt und unterstützt wird die Diakoniestation durch einen engagierten Vorstand, den Diakonieförderverein und viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer aus der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde.

Die Menschen in Niedernhausen können sicher sein, dass sich dieses Team nicht auf dem errungenen Lorbeer ausruht, sondern in der täglichen Arbeit, entgegengebrachtes Vertrauen immer wieder neu bestätigen will.

Um das hohe Qualitätsniveau auch in Zukunft zu halten, ist die Förderung engagierter Berufsnachwuchskräfte eine unverzichtbare Voraussetzung. Die Diakoniestation erhält ab Oktober 2012 die Anerkennung als Ausbildungsbetrieb für den Beruf der Altenpflege und leistet damit ihren Betrag,  junge Menschen, die sich dieser verantwortungsvollen Tätigkeit widmen wollen, zu qualifizieren.

Diakoniestation Niedernhausen vom MDK mit 1,0 bewertet

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27. Juni 2012

Erweiterung der Beratungskompetenz

Guter Rat muss nicht teuer sein. Er kann sogar sehr gut und trotzdem kostenlos sein! Dies beweist seit einigen Jahren die Diakoniestation Niedernhausen mit ihrem Angebot der Pflegeberatung für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen.

Da Beratungskompetenz auch bei einem kirchlichen Pflegedienst nicht vom Himmel fällt, haben die Pflegefachkräfte Katja Henning und Marianne Schaefer erfolgreich die Weiterbildung des Diakonischen Werkes zur „Pflegeberaterin“ absolviert. Ab sofort unterstützen sie ihre Kolleginnen Ruth John und Roswitha Behnis, die diesen zertifizierten Abschluss schon vor einiger Zeit erworben haben und deren Beratung rege nachgefragt wird.

Im Fokus steht die Förderung einer kompetenten häuslichen Pflege durch Angehörige wie Ehepartner oder Kinder, aber auch das Ziel, körperliche und seelische Belastungen, denen sie sie dabei oft ausgesetzt sind, zu mindern.

Auf Wunsch in der Wohnung der pflegebedürftigen Menschen wird vermittelt und demonstriert, wie Unterstützung beim Aufstehen, Waschen und beim Toilettengang so gegeben werden kann, dass der Rücken der Pflegenden/ des Pflegenden geschont wird. Wohnraumberatung in der konkreten häuslichen Situation zeigt, wie die Pflegeumgebung so gestaltet werden kann, dass alles gut zu Hand ist und wie durch die Beseitigung von Stolperfallen, die Gefahr von Stürzen alter Menschen minimiert wird. Dies sind nur wenige  Bespiele für Themen, die in einer Pflegeberatung eine Rolle spielen können.

Bei allen Fragen rund um die Pflege soll kontinuierlich beraten und geschult werden. Neben telefonischen Kontakten ist dies, finanziert durch die Kassen, auch bis zu 4x jährlich in der häuslichen Umgebung möglich. Dabei spielt es keine Rolle, ob bereits ambulante Leistungen durch einen Pflegedienst erbracht werden oder on Angehörige, die Pflege gänzlich alleine leisten.

Selbstverständlich stehen die Pflegeberaterinnen auch mit den aktuellsten Informationen über die mögliche Inanspruchnahme weiterer Leistungen der Kassen zur Unterstützung pflegender Angehöriger, wie Pflegehilfsmittel, Hausnotruf oder Verhinderungspflege zur Verfügung.

Unabhängig davon, ob sie erstmalig vor der Frage stehen, wie sie die Pflege eines Angehörigen organisieren können, ob es um die Lösung konkreter Pflegeprobleme geht oder ob sie als pflegender dringend Entlastung benötigen, steht Ihnen die Diakoniestation mit Rat und Tat zur Seite. 

 

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7.-9. Februar 2012

R9MER - Evangelische Staatsakademie Frankfurt am Main

Das schlaue Haus - Wohnen und Technik 2030
Vortrag 08.02.2012 um 11:35 Uhr

"Wohnraumgestaltung bei Demenz im Rahmen der aufsuchenden Beratung und Schulung für Pflegende Angehörige"

Referenten: Roswitha Behnis - Pflegedienstleitung, Pflegeberaterin und Ruth John - Qualitätsbeauftragte, Pflegeberaterin

 

 

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9. Februar 2012

Gemeindesaal der Evangelischen Christuskirche um 15:00 Uhr

"Demenz - Depressionen. Differenzierung der Krankheitsbilder und deren Behandlungsoptionen"

Referentin: Frau Dr. Wenningen - Neurologin

 

 

 

Diakoniestation Niedernhausen | Fritz-Gontermann-Str. 2 | 65527 Niedernhausen
Tel.: 06127-2685 | Fax: 06127-999803 | E-Mail:[Bitte JavaScript aktivieren]